Panel-Befragung/Evaluation Internationaler Jugendbegegnungen

Seit über 10 Jahren besteht mit dem vorrangig vom Deutsch-Französischen Jugendwerk
(DFJW) und Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) in Zusammenarbeit mit dem Projekt
Freizeitenevaluation entwickelten Instrument "Evaluation Internationaler Jugendbegegnungen"
eine gut handhabbare, dezentrale, zugleich zuverlässige und aussagekräftige Möglichkeit
der selbständigen Evaluation. Veranstaltern von internationalen Jugendbegegnungen
steht damit ein Instrument zur Verfügung, welches bei geringem Zeit- und Arbeitsaufwand
möglichst großen Erkenntnisgewinn bringt, dabei individuellen Bedarfen angepasst
werden kann und zugleich durch ein gewisses Maß an Standardisierung Vergleiche mit anderen
Trägern bzw. über die Zeit hinweg ermöglicht.


Die neue, kostenfreie Online-Plattform www.i-eval.eu ermöglicht Trägern nun seit 2017
eine noch nutzerfreundlichere Evaluation ihrer Jugendbegegnungen mit noch weniger zeitlichem
Aufwand. Damit erreichen sie in kurzer Zeit aussagekräftige und erkenntnisreiche
Ergebnisse, die ihnen bei der weiteren Organisation und Planung von Internationalen Begegnungen
helfen werden.


Seit kurzem stellen wir Ihnen auch einen Kurzfragebogen für die Panelstudie zur Verfügung,
den Sie beim Anlegen neuer Begegnungen alternativ zu der bisherigen Langversion nutzen
können. Wir priorisieren die lange Version, da damit natürlich mehr Informationen ausgewertet
werden können. Gleichzeitig reagieren wir mit der Kurzversion des Fragebogens auf
den Wunsch der Teilnehmenden, bei Bedarf niedrigschwelliger ansetzen zu können.
Nach der Registrierung auf der Online-Plattform können die vorhandenen Fragebögen angepasst
und individuell für das jeweilige Profil ergänzt werden. Neben der Nutzung der digitalen
Befragung können selbstverständlich auch Papier-Fragebögen ausgedruckt und nachträglich
in i-EVAL manuell erfasst werden. Die Ergebnisse können direkt nach dem Ende der
Befragung in Form von Tabellen, Grafiken und verschiedenen Exportmöglichkeiten ausgewertet
werden. Trotz individueller Handhabung sind Vergleichsmöglichkeiten mit anderen
Trägern oder zwischen einzelnen Jahren möglich.


Das Projekt Freizeitenevaluation, vertreten durch Dr. Wolfgang Ilg und Judith Dubiski, arbeitet
in enger Zusammenarbeit mit der TH Köln und im Zusammenhang mit der sogenannten
„Zugangsstudie“ (gefördert vom BMFSFJ und der Robert Bosch Stiftung,
www.zugangsstudie.de) zurzeit am Aufbau einer Panelstudie. Hierfür werden Träger bzw.
Einrichtungen gesucht, die bereit sind, ihre Jugendbegegnungen in diesem und den nächsten
Jahren mit dem Verfahren auf der Online-Plattform zu evaluieren und ihre Daten für die
Studie zur Verfügung stellen.


Durch die Teilnahme an der Panelstudie unterstützen Sie die Forschung zu internationaler Jugendarbeit wesentlich, indem Sie dazu beitragen, längerfristig mehr Wissen über interna-tionale Jugendarbeit zu sammeln. Damit können wir insgesamt die Bedeutung und den Stellenwert internationaler Begegnungen auch für den politischen Diskurs sichtbar machen.
Damit ein wirklich valider Vergleich über die Jahre hinweg möglich wird, bedarf es einer konstanten, die Vielfalt der Trägerlandschaft abbildenden Stichprobe, die von Jahr zu Jahr möglichst unverändert Daten einspeist. Seriöse Aussagen über Veränderungen in den Aus-sagen von Teilnehmenden verschiedener Jahre lassen sich nämlich nur dann treffen, wenn die Datengrundlage einer möglichst gleichbleibenden Stichprobe von Begegnungen ent-stammt. Schon die Daten von jährlich 1000 Teilnehmenden von Begegnungen derselben Veranstalter werden verlässliche Aussagen über Trends und Entwicklungen ermöglichen.


Dafür sind wir auf Ihre Mitwirkung angewiesen!


Wenn Sie an der Panelstudie teilnehmen, werden selbstverständlich alle trägerbezogenen Informationen anonymisiert. Für den Umgang gelten die bereits 2006 formulierten Grunds-ätze, denen man bei der Registrierung in i-EVAL zustimmen muss: Das Verfahren darf nicht für Kontrollzwecke missbraucht werden, es dient vielmehr der Qualitätsentwicklung und ermöglicht eine bessere Sichtbarkeit der Internationalen Jugendarbeit. Das Formular zur Interessensbekundung finden Sie hier.

 

Für weitere Fragen stehen Zijad Naddaf und Judith Dubiski gerne zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie in Kürze auf den Seiten des Forschungsschwerpunktes Nonformale Bildung der TH Köln.