Online-Fachveranstaltung der LAG §§11-14

"Qualitätskriterien für Projekte der Internationalen Jugendarbeit im Freistaat Thüringen"

29. November 2022 | 09:30 - 16:00 Uhr | digital (webex)

Die Unterarbeitsgruppe Internationale Jugendarbeit (UAG) der LAG Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und erzieherischer Kinder- und Jugendschutz Thüringen (LAG §§11-14) setzt sich für die Förderung von Internationaler Jugendarbeit, den Ausbau von internationalen Projekten und Angeboten im Feld der Jugendarbeit und die lokale Vernetzung von Akteur:innen der Internationalen Jugendarbeit ein.

 

Um das Arbeitsfeld auf lokaler Ebene zu stärken, erarbeiteten Vertreter:innen der UAG in einem zweijährigen Prozess Qualitätskriterien für Projekte der Internationalen Jugendarbeit im Freistaat Thüringen*. Im September 2021 verabschiedete der Landesjugendhilfeausschuss Thüringen das Dokument, das sich als fachliche Orientierung für öffentliche und freie Träger der Jugendhilfe versteht, die im Bereich der Internationalen Jugendarbeit tätig sind oder es werden wollen.

 

Um die Kriterien zu präsentieren, gemeinsam mögliche Anwendungs- und Verbreitungsansätze zu diskutieren und die Vernetzung der Akteure innerhalb Thüringens zu stärken, lädt die LAG §11-14 herzlich zu dieser Fachveranstaltung ein!

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit transfer e.V. (Koordinierungsstelle des Netzwerks "Forschung und Praxis im Dialog - Internationale Jugendarbeit" - kurz: FPD) und

IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. statt.

Neben einem Keynote-Beitrag zum Angriffskrieg auf die Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendarbeit (Keynote-Speaker:in ist angefragt), fokussiert der erste Veranstaltungsblock den Qualitätskriterien-Prozess sowie das entwickelte Dokument. In der anschließenden Workshopphase wird das Thema Qualität in der IJA aus verschiedenen Perspektiven in den Blick genommen und mit aktuellen Themen, Ausblicken und Bezügen zur eigenen Praxis in Verbindung gesetzt. Die abschließende Plenumsphase dient dem gemeinsamen Austausch zu Rahmenbedingungen für eine qualitative IJA auf lokaler Ebene und der Rolle von lokaler, nationaler und europäischer Ebene.

 

Die Veranstaltung richtet sich an...

... Fachkräfte der Internationalen Jugendarbeit von freien Trägern und Verbänden sowie Vertreter:innen von Jugendämtern, Städten und Gemeinden in Thüringen

... pädagogische Fachkräfte in Thüringen, die bislang keine Erfahrung in der Organisation von Angeboten Internationaler Jugendarbeit haben

... Vertreter:innen bundesweiter Fach- und Dachverbände sowie Förderinstitutionen

... Vertreter:innen von Fach- und Servicestellen für Internationale Jugendarbeit in anderen Bundesländern.

 

Es wird kein Teilnahmebeitrag erhoben.

Die Anmeldung erfolgt über das unten stehende Anmeldeformular und ist ab sofort bis zum 14. November möglich. Die Bestätigung der Teilnahme erfolgt ab dem 15. November.

 

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Lina Kathe (kathe[at]transfer-ev.de).

 

Folgendes Tagungsprogramm ist vorgesehen:

 

Uhrzeit Programm (vorläufig)

Block I (09:30 - 11:00 Uhr)

09:30 Uhr

Begrüßung und Einstieg

Albert Klein-Reinhardt (Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend) & Prof. Dr. Winfried Speitkamp (Staatssekretär des Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport)

09:45 Uhr

Keynote-Beitrag zum Angriffskriegs auf die Ukraine und dessen Auswirkungen auf die (internationale) Kinder- und Jugendarbeit

Keynote-Speaker:in ist angefragt

10:15 Uhr

Internationale Jugendarbeit, Qualitätskriterien und lokale Verankerung

Skizzierung des thüringischen Prozesses und Vorstellung der entwickelten Qualitätskriterien

11:00 Uhr Ende Block I

Pause (1 Stunde)

BLOCK II (12:00 - 14:00 Uhr)

12:00 Uhr

Einführung in die Workshopphase

12:15 Uhr

Die Qualitätskriterien im Fokus - Aktuelle Themen, Rahmenbedingungen und Ausblicke

Workshopphase

 

WS 1: Ausweitung des Thüringer Prozesses auf die Bundesebene

(Kerstin Giebel, IJAB e.V.)

In dem Workshop soll ausgelotet werden, wie es gelingen kann, den Qualitätsprozess von Thüringen in die Breite zu tragen und dabei an bestehende QM-Prozesse von IJAB und Partnern auf Bundesebene anzuknüpfen. Die Referentin nähert sich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven (Grundlagen und –Verständnis von Qualitätsmanagement, aktuelle jugendpolitische Erfordernisse, Bedarfe aus der Praxis etc).

 

WS 2: Evaluation von Jugendbegegnungen am Beispiel von i-EVAL

(Judith Dubiski, Steuergruppe i-EVAL Internationale Jugendbegegnungen)

Der Workshop zielt darauf ab, die Online-Plattform i-EVAL und das gleichnamige Evaluationsinstrument vorzustellen. Seit 2021 steht das Tool für die Evaluation von bi- und multinationalen Jugendbegegnungen, Fachkräfteveranstaltungen, aber auch für Kinder- und Jugendfreizeiten sowie Konfirmandencamps in neuem Design für die Praxis zur Verfügung.

 

WS 3: Fördermöglichkeiten für Projekte der IJA und Erwartungen der Förderer an Qualität (Markus Rebitschek, EJBW & Sabine Walke, TMBJS)

Der Workshop wird einen strukturierten Überblick über aktuelle Fördermöglichkeiten für die Umsetzung von Projekten in der internationalen Jugendarbeit geben. Dabei soll es sowohl um formale Aspekte der Förderung aber auch um Einblicke in die Förderpraxis anhand konkreter Projektbeispiele und die Anforderungen der Förderer an das Thema "Qualität" gehen.

 

WS 4: Die Rolle der lokalen Ebene bei der Umsetzung der Qualitätskriterien - Best practice, Chancen und Bedarfe (Ines Gast, JugendSozialwerk Nordhausen e.V. & Heike Födisch, Stadtverwaltung Gera - Jugendamt)

Der Workshop gibt einen Einblick in verschiedene Beispiele guter Praxis, wie die lokale Ebene zur Umsetzung der Qualitätskriterien und Stärkung der Internationalen Jugendarbeit wirkungsvoll beitragen kann. Öffentliche  und freie Träger berichten über Chancen und Bedarfe, Gelingensbedingungen und Stolpersteine.

 

WS 5: EU-Jugendstrategie und Europäische Trainingsstrategie - Bezug zu Qualität in der IJA (N.N., Jugend für Europa)

Workshopbeschreibung folgt in Kürze

 

WS 6: Diversitätsförderung in der Internationalen Jugendarbeit - Ein Qualitätskriterium im Blick (Hanna Hohos & Laura Kleb, Landesjugendwerk der AWO Thüringen)

In diesem Workshop möchten wir das Qualitätskriterium der Diversitätsförderung näher beleuchten und dazu in gemeinsamen Austausch treten. Wir werden den Fragen nachgehen, was bspw. eine diversitätsbewusste Haltung der Teamenden bedeutet, wie die Diversität der Teilnehmenden berücksichtigt werden kann oder wie ein niedrigschwelliger Zugang zu internationalen Angeboten in der Praxis aussieht. Insbesondere möchten wir den Blick darauf richten, was zur Umsetzung dieses Qualitätskriteriums in der praktischen Arbeit notwendig ist und dazu in den Erfahrungsaustausch gehen.

13:45 Uhr

Abschluss Block II

14:00 Uhr

Ende Block II

Pause (30 Minuten)

Block III (14:30 - 16:00 Uhr)

14:30 Uhr

Blitzlicht zu den Workshopergebnissen

15:00 Uhr

Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige IJA auf lokaler Ebene

Offener Austausch im Plenum

15:50 Uhr

Abschluss

16:00 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

Hinweis: Wir laden Sie herzlich dazu ein, an der gesamten Veranstaltung teilzunehmen. Sollten Sie Interesse an der Gesamtveranstaltung haben, jedoch zeitlich eingeschränkt sein, freuen wir uns auch über eine zeitlich begrenzte Teilnahme.

 

 

Um die Vernetzung der lokalen Akteur:innen zu fördern, haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich auf einer padlet-Landkarte zu verorten und dort ihre Angebote und Projekte im Bereich der Internationale Jugendarbeit sowie aktuelle Themen einzutragen. Hier gelangen Sie zur padlet-Landkarte (Passwort: Netzwerk IJA Thüringen). Wir freuen uns auf Ihre Einträge!

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine spannende Veranstaltung!

*Die erarbeiteten Kriterien basieren auf dem von IJAB e.V. in einem trägerübergreifenden Prozess erarbeiteten und im Jahr 2004 veröffentlichten Dokument "Qualitätskriterien und Indikatoren für die Internationale Jugendarbeit".


Anmeldeformular

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