Weiterführende Literatur

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Schäfer (2021): Internationale Jugendarbeit und politische Theorie. Diskurse und Perspektiven.

Internationale Jugendarbeit ist abhängig von politischen Entscheidungen und entfaltet zugleich eine eigenständige politische Aktivität. Der Autor beschäftigt sich in diesem Buch mit der Frage, wie sich internationale Jugendarbeit als politisches Handlungsfeld konstituiert.

Hierzu wird der politiktheoretische Begriff der "politischen Differenz" und seine Verarbeitung im bildungstheoretischen Diskurs sowie in Ansätzen der politischen Bildung rekonstruiert. Damit leistet der Autor einen Beitrag zur theoretisch-konzeptionellen Weiterentwicklung der internationalen Jugendarbeit und entfaltet eine kritisch-emanzipatorische Perspektive, die Bildung und Demokratie ins Zentrum rückt.


Becker, Thimmel (2019): Die Zugangsstudie zum internationalen Jugendaustausch.

Auslandserfahrungen sollten selbstverständlicher Bestandteil des Werdegangs junger Menschen sein. Viele Gruppen sind im internationalen Austausch jedoch deutlich unterrepräsentiert. Im Forschungsprojekt „Warum nicht? Studie zum internationalen Jugendaustausch: Zugänge und Barrieren“ (kurz „Zugangsstudie“) wurde untersucht, wie hoch der Anteil der Jugendlichen ist, die an internationalen Aktivitäten im Rahmen von Jugendarbeit und Schule teilnehmen oder sich dafür interessieren, welche Motive zu einer Teilnahme führen und welche Zugangsbarrieren es gibt.

 

Die Zugangsstudie wurde von transfer e.V. koordiniert und in Kooperation mit SINUS, dem Institut für Kooperationsmanagement (IKO), der TH Köln und dem Forschungsverbund Freizeitenevaluation von 2016 bis 2018 durchgeführt. Die Ergebnisse liefern Daten und Erkenntnisse, aus denen Handlungsempfehlungen für den Abbau von Mobilitätshemmnissen abgeleitet werden können.


Böttger, Frech, Thimmel (2016): Politische Dimensionen internationaler Begegnungen.

Im Mittelpunkt binationaler und internationaler Bildungsveranstaltungen steht vornehmlich die Begegnung. Politische, soziale und ökonomische Aspekte hingegen werden allzu selten thematisiert. Die politische Dimension kann zwar als Hintergrundfolie mitschwingen, wird in der Praxis jedoch nicht immer für eine kritische Reflexion zur Gewinnung politischer Urteilsfähigkeit genutzt. Die Potenziale der politischen Bildung werden generell nicht ausgeschöpft.

 

Der vorliegende Band regt anhand von vier Fragen eine konzeptionelle Weiterentwicklung internationaler Jugendbegegnungen an:

1. Worin liegt der politische Gehalt internationaler Jugendbegegnungen?

2. Wie kann das politische Profil von Jugendbegegnungen gestärkt werden?

3. Welche Angebote gibt es, die diesen Ansprüchen gerecht werden?

4. Müssen spezifische Angebote mit einem entsprechenden Profil entwickelt werden?


Ilg, Dubiski (2015): ,,Wenn einer eine Reise tut".

Evaluationsergebnisse von Jugendfreizeiten und internationalen Jugendbegegnungen

 

Ferienfreizeiten und internationale Jugendbegegnungen gehören zu den wichtigsten Angebotsformen der Jugendarbeit. Das empirische Wissen über die Effekte solcher Fahrten darf sich jedoch nicht in „anekdotischer Evidenz“ erschöpfen. Es werden vielmehr verlässliche Daten darüber benötigt, welche Spuren solche Fahrten bei Jugendlichen hinterlassen, welche Erfahrungen und Bildungserlebnisse angestoßen werden und welche spezifi schen Effekte Ferienfreizeiten und internationale Jugendbegegnungen haben. Die in diesem Band vorgelegte Auswertung der Fragebögen von über 25 000 Jugendlichen und über 3000 Mitarbeitenden bietet hierzu robuste Erkenntnisse:

  • Wie viele Mitarbeitende verfügen über die Jugendleitercard „Juleica“?
  • Worin liegt begründet, dass der Betreuungsschlüssel als ein zentraler Qualitätsindikator bezeichnet wird?
  • Wie steht es um Aspekte der Diversität bei den Teilnehmergruppen?
  • Welche Veränderungen zeigen sich über die letzten Jahre?

 


IJAB, FPD (2013): Internationale Jugendarbeit wirkt - Forschungsergebnisse im Überblick.

Wie wirkt internationale Jugendarbeit? Welche Folgen haben internationale Jugendbegegnungen auf die persönliche und berufliche Entwicklung junger Menschen? Welchen Stellenwert haben Austauscherfahrungen für die soziale und sprachliche Kompetenzentwicklung Jugendlicher, für ihre Bereitschaft zum freiwilligen Engagement in der Gesellschaft? In mehreren Aufsätzen und Beiträgen geben Forschende und Akteure Antworten über ihre Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien zu diesen Fragen.


IJAB (2012): Interkulturelles Lernfeld Schule.

Handlungsempfehlungen und Perspektiven einer erfolgreichen Kooperation von internationaler Jugendarbeit und Schule

Diese Publikation stellt Eindrücke und Ergebnisse des dreijährigen Pilotprojektes „Interkulturelles Lernfeld Schule“ (IKUS) vor. IKUS war das bundesweit erste Modellprojekt, das eine erfolgreiche Kooperation
von internationaler Jugendarbeit und Schule ermöglichte und neue Modelle der Zusammenarbeit und neue Formen der interkulturellen Kompetenzvermittlung für verschiedene Schulformen entwickelte, umsetzte und wissenschaftlich erforschte. Wichtig war dabei die Kooperation mit allen Schulformen – von der Förderschule bis zum Gymnasium.


Drücker, Chehata, Jagusch, Riß, Sinoplu (2010): Leitfaden Interkulturell on Tour.

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Für diese einfache Erkenntnis haben Gesellschaft und Politik lange gebraucht. Die Internationale Jugendarbeit kann zur Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund beitragen und gleichzeitig ermöglichen, dass sich auch junge Menschen mit deutschem Hintergrund in ihrem interkulturellen Umfeld in Deutschland neu verorten. Interkulturelle Erfahrungen machen den Reiz und die Stärke der Internationalen Jugendarbeit aus. Im Projekt InterKulturell on Tour zum Aufbau von Kooperationsstrukturen zwischen der Internationalen Jugendarbeit und Migrantenjugend(selbst)- organisationen werden sie bewusst als besonderes Potenzial genutzt. Durch die gemeinsame Planung, Durchführung und Auswertung von 16 Internationalen Jugendbegegnungen bzw. Kinder- und Jugendreisen konnten neue und über das Projekt hinausreichende Kooperationen zwischen Trägern der Internationalen Jugendarbeit und Migrantenjugend(selbst)organisationen aufgebaut werden. Der Artikel beleuchtet schlaglichtartig Erfahrungen und Erkenntnisse aus den Modellmaßnahmen und stellt Erfahrungen aus der Beratung möglicher Antragsteller – insbesondere Migrantenjugend(selbst)organisationen – für eine finanzielle Förderung von Internationalen Jugendbegegnungen zusammen. Weiterhin enthält er eine zusammenfassende Bewertung des Projektverlaufs durch die Steuergruppe. In einem Resümee wird der mögliche Beitrag der Internationalen Jugendarbeit zur Interkulturellen Öffnung der Jugend(verbands)arbeit beschrieben.


Thomas, Chang, Abt (2006): Erlebnisse die verändern.

Langzeitwirkungen der Teilnahme an internationalen Jugendbegegnungen

Die Autoren haben untersucht, ob internationale Jugendbegegnungen (Gruppen-Kurzzeitprogramme) die Persönlichkeitsentwicklung der Teilnehmer fördern und ob diese Wirkungen auch noch Jahre nach der Teilnahme bestehen, bedeutsam sind oder zu weiteren Entwicklungen führten, die sich in der Biografie nieder geschlagen haben. Dazu wurden mehr als 600 ehemalige TeilnehmerInnen aus dem In- und Ausland mittels teilstrukturierter Interviews per Fragebogen befragt. Die Ergebnisse dieser ersten systematischen und umfassenden Studie zu Langzeitwirkungen zeigen, dass das Erfahrungsfeld 'internationaler Jugendaustausch' die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben im Jugendalter fördert und die Kompetenzentwicklung in unterschiedlichen Bereichen unterstützt.


Thimmel (2001): Pädagogik der Internationalen Jugendarbeit.

Geschichte, Praxis und Konzepte des interkulturellen Lernens

Internationale Jugendarbeit ist ein Praxisfeld, in dem sich seit Jahrzehnten bi- und transnationale, globale und interkulturelle personale Lern- und Bildungsprozesse vollziehen. Internationale Jugendarbeit wird sowohl der politischen Bildung als auch der freizeitorientierten Jugendarbeit zugeordnet. Die internationale Jugendarbeit konstituiert sich als ein oeffentlich gefoerdertes Instrument zur Erfahrung komparativer und interkultureller Kompetenz. Aus paedagogisch-praktischer Perspektive handelt es sich um ein Lern- und Erprobungsfeld für Jugendliche, in dem face-to-face-Kommunikation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterschiedlicher Nationalitaet eine zentrale Rolle spielen. In dieser Studie rekonstruiert der Autor Geschichte, Struktur, Empirie und konzeptionelle Entwicklung der internationalen Jugendarbeit in Deutschland und analysiert den Forschungsdiskurs über dieses Lern- und Praxisfeld.



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